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Malerei/Grafik/Zeichnungen |

„Summer Songs“ – HOLE OF FAME | all events

 

Der Sommer nimmt in der zyklischen Wiederkehr der Jahreszeiten eine besondere Rolle ein, ist er doch verheißungsvoll in den Erwartungen und schwelgend in den Erinnerungen. Meine aktuelle Malerei ist beeinflusst von heißen Sommertagen,
lähmender Schwüle, zäher Fruchtigkeit oder duftender Luft. Verblendet oder erhellt diese scheinbar in Sehnsucht ertränkte Malerei? Der Musiker Dirk von Lowtzow dichtete einmal: „Über Sehnsucht kann man nur schlechte Lieder schreiben. Man neigt doch sehr dazu, zu übertreiben. Und doch, man tut es ungefähr. Mit jedem Lied
ein bisschen mehr“.

 

Die körperlose Idee braucht als Schöpfung ihre physische Präsenz um sich behaupten zu können. Ist die Möglichkeit der Behauptung geschaffen, ist die Möglichkeit der Offenbarung gegeben. Der Weg der Kunst, von den erfahrenen Ideen über das Medium des Körperhaften bis hin zu den erfahrbaren Ideen im Betrachter ist mir in meinem
künstlerischen Schaffen ständig Antrieb und Thema. Die Empfindung von Temperatur, Luft, Duft, Gewicht, Licht, Schatten – diesen Eigenschaften ihre Körper zu entreißen und auf dem Körper der Leinwand mit dem Körper der Farbe neu erfahrbar zu machen ist für mich eine Möglichkeit der Abstraktion und Erfahrungsvermittlung über eine eigene Bildsprache. Die formale Repräsentation bekannter Formen (Häuser, Gefäße, Menschen, Interieurs, Pflanzen
etc.) ist dabei unmissverständlich vorhanden und dient mir wie ein Rhythmus in einem Musikstück. Das Verspielte, das Manifeste, der unvirtuose Duktus des streng Linearen sind mir wie die Melodie. Die Farbe ist dabei wie der Klang, der Ton der Instrumente und des Gesangs. Die Musikalität in der Malerei scheint mir ihr wichtigster Bestandteil.

quelle: hole of fame