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Malerei/Grafik/Zeichnungen |

Marlene Dumas. Skulls – Albertinum Dresden - Staatliche Kunstsammlungen Dresden | all events

 

ÖFFNUNGSZEITEN
täglich 10-18 Uhr , Montag  geschlossen 

In ihrem Schaffen konzentriert sich Dumas immer wieder auf die, wie sie sagt „Grundbedingungen des Menschlichen" und große Themen wie Sexualität, Geburt, Tod und Geschlechterverhältnis ziehen sich durch ihr vielschichtiges Werk. Die Vorlagen zu ihren Bildern findet sie oft in Zeitschriften und den populären Medien, verkehrt dann aber die fotografische Darstellung in subjektive Malerei. Das Motiv wird in einen tiefen emotionalen Empfindungsprozess überführt. Ihre oft bleichen Menschenbildnisse berühren unmittelbar und Assoziationen, Erinnerungen und Erwartungen, die bei der Betrachtung entstehen, formen einen Teil der Arbeit Dumas mit. Sie fügt der Welt Empfindungen und Wahrnehmungen hinzu, nicht einfach nur mehr Bilder.

 

Anlässlich der Gestaltung des Altarbilds in der Annenkirche in Dresden, welches zu Ostern 2017 eingeweiht wird, zeigt das Albertinum 36 Werke ihrer Serie „Skulls“ (2013-2015), die auf der vergangenen Venedig Biennale zu sehen waren. Ursprünglich geht diese Serie auf Charlotte Corday zurück, die während der französischen Revolution den Politiker Jean Paul Marat ermordete, daraufhin guillotiniert wurde und deren Schädel zu verschiedenen Experimenten herangezogen wurde. Der Mord an Marat ist ein vielfach in der Kunst aufgegriffenes Motiv, welches durch Dumas‘ Bearbeitung in eine neue Bildsprache überführt, und kontextuell erweitert wird.

Marlene Dumas, die in Amsterdam lebt und arbeitet, wurde 1953 in Kapstadt geboren, wo sie Kunst studierte; 1976 ging sie in die Niederlande und entwickelte ab Ende der 1970er Jahre ihr singuläres Werk. Die zweimalige Teilnehmerin der documenta (1982/1992) stellt die figurativ-expressive Darstellung des Menschen in das Zentrum ihrer Malerei und Zeichnungen. Dumas ist eine der wichtigsten, weltweit renommierten Künstlerinnen, die in den vergangenen 25 Jahren wesentliche Impulse in der Malerei gesetzt hat. Sie hatte große Einzelausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam, dem Centre Pompidou Paris und dem MoMA in New York, gestaltete den niederländischen Pavillon in Venedig 1995 und nahm an den Biennalen von Johannesburg, São Paulo, Venedig und Sydney teil.

skd museum