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Chormusik |

Konzert des Chores concentus vocalis Dresden – St.-Petri-Kirche | all events

 

Josef Gabriel Rheinberger
Messe in f op. 159 für Chor und Orgel

Antonín Dvořák
Messe D-Dur op. 86 für vier Solisten, Chor und Orgel 

Unter Leitung von Peter Fanger musizieren der Chor concentus vocalis Dresden mit den Solisten Sybille Sachs – Sopran, Annekathrin Laabs – Mezzosopran, Andreas Petzoldt – Tenor, Clemens Heidrich – Bass und Marc Holze – Orgel. Für den vor über 20 Jahren gegründeten Chor concentus vocalis Dresden ist  dieses Konzert mit den beiden Messen ein Neustart der musikalischen Arbeit  nach grundlegenden strukturellen Umwälzungen im Jahr 2017.

 

Josef Gabriel Rheinberger (1839 - 1901) war zeitlebens ein hoch angesehener Komponist. Er hinterließ 197 Werke (mit Opus-Zahl) unterschiedlichster Gattung, darunter 14 Messen. Seine klassisch-romantische Tonsprache ist frei von überschwänglichem Pathos und Übertreibungen. Dies gilt auch für die Messe f-Moll op. 159 für Chor und Orgel, mit ca. 20 Minuten Aufführungszeit ein eher kurzes Werk. Innerhalb der Messe-Sätze nimmt nur das Gloria mit seiner schlichten Ausführung eine Sonderstellung ein. Rheinberger hatte es für einen anderen Anlass komponiert, später in die Messe eingefügt. Die Messe f-Moll ist ein kleiner Edelstein, der in klaren, innigen, auch überraschenden Wendungen und in großer Klangschönheit zum Strahlen kommt. Ihre Uraufführung fand im November 1889 unter Leitung des Komponisten statt. Rheinbergers Werke kehren nach langer Vergessenheit heutzutage langsam in die Musikpraxis zurück.

Antonín Dvořák (1841 - 1904) zählte bereits zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, als er seine Messe D-Dur op. 86 für vier Solisten, Chor und Orgel im Jahre 1887 zur Uraufführung brachte. Grund für diese Besetzung waren die räumlichen Verhältnisse der Kapelle, zu deren Einweihung die Messe beauftragt war.
Dvořák schreibt: „[…] es wird ein Werk sein, das seinen Zweck erfüllen wird. Es könnte heißen: Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott dem Allmächtigen und Dank für die große Gabe, die mir gestattete, dies Werk zum Preis des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst zu beenden. [… ] Bisher schrieb ich Werke dieser Art nur in großem Ausmaße und mit großen Mitteln. Diesmal aber schrieb ich nur mit bescheidenen Hilfsmitteln und doch wage ich zu behaupten, dass mir die Arbeit gelungen ist.“
Dvořáks Messe lebt von ihrem melodischen Reichtum und ihrer Klangschönheit. Lyrische und innige Momente stehen vor dramatischer Zuspitzung. Dvořák schrieb das Werk in seinem Sommerhaus, umgeben von der Naturlandschaft, die er so sehr liebte. Die Messe verströmt eine berührende Atmosphäre dieser Natur- und Heimatliebe. Sie ist reich an Klängen, die an böhmische Volkslieder erinnern und diese mit spätromantischem Ausdruck verbinden. Dvořáks Bedeutung wirkt bis heute ungebrochen fort.

concertus vocalis dresden